Diffusible Signals - Wie kommunizieren Bakterien mit menschlichen Entzündungszellen?

© 123rf, Bildgenerator, 13.02.2025



Bakterielle Infektionskrankheiten gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Seit etwa 100 Jahren stehen Antibiotika als äußerst erfolgreiche Medikamente zur Bekämpfung bakterieller Infektionen zur Verfügung. Aufgrund von Antibiotikaresistenzen verlieren die wichtigsten Medikamente gegen Infektionskrankheiten zunehmend an Wirksamkeit. Darüber hinaus scheint es, dass die Entstehung und der Verlauf von Infektionskrankheiten, aber auch der Schutz davor, viel stärker als bisher angenommen von den Wechselwirkungen der Bakterien untereinander und mit menschlichen Zellen beeinflusst werden. 

Das Forschungscluster „Diffusible Signals" hat das wissenschaftliche Ziel, die diffusionsfähigen Signale an den Schnittstellen der Mikroben-Wirt-Interaktion unter physiologischen und pathologischen Bedingungen zu entschlüsseln und daraus medizinische Vorteile abzuleiten.  Die Initiative analysiert die diffusen Signale in diesem klinisch sehr wichtigen Infektionsprozess integrativ und mit Ansätzen aus der Medizin, Biologie, Bioinformatik und der künstlichen Intelligenz.

Die Ergebnisse sollen in ein Gesamtbild integriert werden, das bei der Entwicklung und präklinischen Erprobung medizinisch sinnvoller Strategien hilfreich sein soll. Dieser Ansatz ist derzeit einzigartig, auch über Deutschland hinaus. „Diffusible Signals“ vereint erfolgreich die komplementären Forschungsbereiche Mikrobiologie und Infektionsbiologie.

Informationen zum Projekt
 

Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Dominik Heider

Förderung: LOEWE Research Cluster